Laut nachgedacht

Wer kennt es nicht, dieses GefĂŒhl, am liebsten alles hinzuschmeißen zu wollen? So geht es mir, bei der sehr genauen Analyse unseres Gesundheitssystems und dem offiziellen Umgang damit.  Nur können wir als Kassenpatient alles hinschmeissen? Unsere Zwangsmitgliedschaft zwingt uns in das System, ohne das wir gefragt werden. Ohne das wir Einfluß nehmen können. Es  sieht aus, wie der berĂŒhmte Kampf gegen WindmĂŒhlen.  Es ist ein Hamsterrad, in das sich jeder begibt, der in die Tiefen dieses Systems blickt! Es dreht und dreht sich unaufhörlich. Der Blick auf der Suche nach dem Ausgang kostet Energie. Selbstschutz wĂ€re angebracht, fĂŒr alle die an einer VerĂ€nderung arbeiten. Der wie eine Mantra propagierte Satz ” da kann man ja doch nichts machen” ist nur bedingt richtig. Es liegt an der jeweiligen Brille, durch die der Blick auf dieses System fĂ€llt. Es liegt an der generellen inneren Haltung Menschen gegenĂŒber. Keine Frage, es liegt auch an der jeweiligen Erfahrung, mit dem System und den darin arbeitenden Personen. Und klar, es menschelt ĂŒberall, auch hier in diesem Gesundheitssystem. Politiker nennen es als eines der Besten der Welt. Vergessen dabei zu erwĂ€hnen, wer alles mit welcher Kraftanstrengung, die wichtige SĂ€ule
Gesundheitswesen trĂ€gt, wer es finanziert und wer alles den Systemfehlern ausgesetzt ist. WĂŒrden die im Hamsterrad befindlichen zusammenstehen, ich bin ĂŒberzeugt, die Mantra könnte umbenannt werden in: Schaut her und es geht doch, etwas zu bewegen! Nach wie vor bin ich ĂŒberzeugt: Wenn sich viele einmischen anstatt nur zu meckern, kommt Bewegung in dieses starre, ungerechte, bĂŒrokratisch aufgeblasene Gesundheitssystem! RH

 
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LĂ€cheln angesagt!

Meine Zahn OP ist gut verlaufen. Geradezu Bravisimo. Dazu kommt, ich habe diesmal auf eine Vollnarkose verzichtet. Mich selbst ĂŒberwunden. Ich habe Euch ja zugesagt, meine Erfahrungen mitzuteilen. Also was soll ich sagen: Es war echt spannend. Alles eingetroffen, wie vom Zahnarzt meines Vertrauens vorausgesagt. Ich spĂŒrte nicht nur nichts, sondern selbst das Einspritzen der örtlichen BetĂ€ubung war schmerzlos. Unter uns, bei Profis ist das eben so! Was ich, außer meiner positiven Erfahrungen und einem topp gesunden Biss, den ich in KĂŒrze voll ausleben darf, als absolute Bereicherung empfinde: Meine Zahnarztphobie hat sich komplett aufgelöst. Und genau da fangen sie eben an, die sogenannten Unterschiede. Denn um einen Angstpatienten in diese Situation zu bringen, bedarf es Zeit, gutes EinfĂŒhlungsvermögen und Geduld. Das alles habe ich erlebt. Zu professionellem Können gehört auch ein professionelles Team. Und weil ich das in dieser Praxis gefunden habe, sind die 100 km Entfernung fĂŒr mich und meinen Mann ein Klacks! Bevor jetzt negative EinwĂ€nde kommen: Ja klar, ich weiß, nicht nur den Faktor Zeit haben die SchreibtischtĂ€ter in den Krankenkassen schlicht wegrationalisiert. Um es klar auszusprechen, die Kassen zahlen sie nicht
die notwendige Zeit fĂŒr ein GesprĂ€ch, Zeit zum Hinhören, Zeit die jeder Arzt braucht zur tatsĂ€chlichen Wahrnehmung des Menschen der vor ihm ist. Zeit, die benötigt wird damit Heilung greift! Übrigens, wird generell die notwendige Zeit den Ärzten nicht honoriert. Oh je, bevor wir das kritische Thema Kassenleistung usw. angehen, möchte ich heute einfach erst einmal denjenigen Mut machen, die dieses komische BauchgefĂŒhl bekommen wenn es um einen Zahnarzttermin geht. Gesunde ZĂ€hne, gesunde Kieferknochen, gesunder Biss, strahlendes Lachen sind nicht nur der Lohn, sondern die Basis fĂŒr mehr LebensqualitĂ€t und Lebensfreude. RH

 
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Gruß aus dem OP

Gruß aus dem OP alles ok ZahnĂ€rzte und das Team sind der Hammer drum gibt es auch kein Gejammer RH

 
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SchrÀges Halali zum Wahlkampfauftakt

Am 4.8.2016 haben die SPD Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis Ulm und Göppingen Mattheis und Baehrens in einem SWP Artikel von Martin Hofmann, sich fĂŒr die paritĂ€tische Finanzierung der Krankenversorgung ins Zeug gelegt! Es ist wieder soweit, es riecht nach Wahlkampf. Ein Jahr vor der nĂ€chsten Bundestagswahl heißt es antreten, sich zeigen, genehme Aussagen fĂŒr das Wahlvolk machen! Die SPD Damen legen sich in’s Zeug von wegen steigender ZusatzbeitrĂ€ge der Krankenkassen! Nur sind sie leider einmal mehr auf einem Auge blind! Ich frage mich, wo war denn Frau Mattheis, immerhin gesundheitspolitische Stimme der SPD Fraktion in der jetzigen Regierung, als Gesundheitsminister Gröhe CDU, den gesetzlichen Krankenkassen das Zepter der Macht ĂŒber die ZusatzbeitrĂ€ge aushĂ€ndigte!!?? Wo bleibt die Frage gegenĂŒber den Krankenkassen, in welchen KanĂ€len innerhalb von Monaten in jeder der 123 Krankenkassen Millionen an ÜberschĂŒssen versickern? Selbst das Bundesgesundheitsministerium spricht bereits im September 2015 von insgesamt 15,3 Milliarden RĂŒcklagen der Kassen aufgrund der ÜberschĂŒsse!! Wenn die Damen lediglich die Lösung in der paritĂ€tischen Finanzierung sehen, in dem der Arbeitgeberanteil wieder steigt, ist das schlicht zu kurz gesprungen! Eine der Beruhigungspillen, die wir nun die nĂ€chsten 12 Monate bis zur Bundestagswahl 2017 medial verabreicht bekommen. Die öffentliche Diskussion muss an die Ursachen der Probleme fĂŒhren. Und die liegen in den Systemfehlern, die genau von solchen Leuten abgenickt werden, die nun damit Wahlkampf machen.
Seit Jahren fordere ich: Die Macht der Kassen muss gekippt werden! Die sogenannte “Selbstverwaltung” und deren Selbstbedienung muss öffentlich entlarvt werden. Transparenz muss gegenĂŒber den KassenfunktionĂ€ren gefordert werden. Die selbstherrlichen, teilweise willkĂŒrlichen Entscheidungen der Kassen gegenĂŒber Pflicht – und freiwilligen Kassenversicherten, mĂŒsste lĂ€ngst zur KlĂ€rung, ganz oben auf der politischen PrioritĂ€tenliste stehen!
Aber nein, da blĂ€st man mit einem völlig schrĂ€gen Halali zur Jagd auf WĂ€hlerstimmen, um sich ja nicht mit dem tatsĂ€chlichen Ursachen auseinandersetzen zu mĂŒssen! RH

 
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Theorie und Praxis Solidarsystem!

Im Januar sind es 10 Jahre, in denen ich mich mit dem Gesundheitssystem auseinandersetze und stelle nach wie vor fest:
95 % sind dafĂŒr wenn sie daraus profitieren. Genausoviele sind aber dagegen, wenn von ihrem Beitrag die Behandlung anderer finanziert werden. Menschelt es nur? Oder wird uns ĂŒber dieses Wort Solidarsystem seit langem etwas vorgegaukelt?
Uns wird laufend erzĂ€hlt, unsere KassenbeitrĂ€ge wĂ€ren ein Beitrag zum Solidarsystem! Genau da wĂŒrde ich wieder gern einmal hineinleuchten. Wenn unser System so aussĂ€he, dass wir zur Bank gehen und dort eine Gesundheitsversicherung abschließen, die wir ansparen und die uns dann ausbezahlt wird, wenn wir krank werden, hĂ€tte ich gar nichts gegen die SchnĂ€ppchenjĂ€gerei. Na klar ist es dann ein gutes GefĂŒhl, nicht den teuren Tarif abgeschlossen zu haben. Wie es uns die Kassen in ihren Werbungen wies machen wollen. Aber unser Solidarsystem wird uns von der Politik so verkauft, dass unser Geld fĂŒr Menschen ist, die es aufgrund ihrer Krankheit und ihres Alter brauchen. Also nicht fĂŒr uns, sondern fĂŒr die, die gerade in diesem Moment nach einem Unfall in die Notaufnahme eingeliefert werden. Die alle zwei Tage zur Dialyse mĂŒssen, weil ihre Nieren kaputt sind. Die Mitte achtzig sind und mehr Medikamente brauchen. Sie alle können nicht mehr feilschen und fĂŒr sich das Beste rausschlagen. Es geht um ihr Leben und ihre WĂŒrde. Und entlarvt sich unsere Sparsamkeit nicht, wenn wir uns fĂŒr einen Moment vorstellen, diesen Menschen ins Gesicht zu sagen: “Es ist ein gutes GefĂŒhl, wenn ich fĂŒr dich nicht mehr zahle als nötig. Besser sogar weniger!”? Die Kassen packen uns bei unserem Ego und lehren uns, unsere Versicherung als einen Vertrag zu verstehen, den wir genauso gut auch fĂŒr unser Telefon hĂ€tten abschließen können. Da freuen wir uns auch, wenn wir einen vorteilhaften Tarif und attraktive PrĂ€mien bekommen. Die Botschaft der neuen Krankenversicherung ist: Wir können fĂŒr uns etwas rausschlagen. Nicht mehr bezahlen als nötig! Das ist perfektes Werbedeutsch, und bei einem Telefontarif fĂ€nde ich es angemessen. FĂŒr unser Gesundheitssystem ist es ein Desaster. SchnĂ€ppchenjĂ€ger sind Pfennigfuchser und schauen aufs Geld. Und was passiert, wenn sie kapieren, dass dieses System allen dienen soll und nicht ihnen allein? Dann werden sie nicht großzĂŒgiger, sondern geiziger. Sie sind ja mittlerweile dafĂŒr trainiert, auf den Preis zu achten! Und wehe, einer ist zu teuer! Teuer werden Patienten dann, wenn sie schwer krank sind. Und genau da fange ich immer wieder, mit dem Hinterfragen nach diesem nach außen propagierten Solidarsystem. RH

 
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Krankenhaus Verkauf – der boomende Markt!

Die politische Wetterlage unterstĂŒtzt flĂ€chendeckende Landungen der Heuschrecken im Gesundheitswesen. Immer schneller werden unsere kommunalen KrankenhĂ€user an Klinikkonzerne verkauft. Hinter verschlossenen TĂŒren verhandeln Volksvertreter mit Konzernen, vereinbaren Stillschweigen ĂŒber die VorgĂ€nge und stellen das Volk vor vollendete Tatsachen.
Die Worte «Freiheit» sowie «BĂŒrgerrechte» klingen in der RealitĂ€t des Gesundheitswesens, als wĂŒrden diese beiden wichtigen Begriffe umdefiniert: Frei zum Abschuss durch Kapitalgesellschaften!
Gewinn und Verlust stehen an erster Stelle. Der Mensch als Produkt, Krankheit als Ware und alles ĂŒber zugekleistert ĂŒber einen „Wettbewerb“ marktgerecht organisiert!
Es ist ruhig geworden um den Rhön -Konzern, der sich mit dem Verkauf von rund 40 KrankenhĂ€usern sanierte. Nun sickert immer mehr durch, Rhön schaut sich auf dem Markt nun wieder gezielt nach neuen KrankenhĂ€usern um. Als Investor kann Rhön fĂŒr seine AktionĂ€re eigentlich nur richtig Geld verdienen, indem die AG die gekauften Kliniken saniert und dann gewinnbringend verkauft. Immerhin sollen 3,1 Milliarden Euro von der Fresenius-Helios-Gruppe fĂŒr die abgekauften Rhön-Kliniken geflossen sein. Man könnte jetzt den Gewinn ausrechnen, den Rhön gemacht hat. Aber da gibt es ein Problem! Die Kaufsumme und die Vertragsgestaltungen, wurden mit Stillhalteabkommen belegt! Jahrelang hat sich Rhön an deutschen KrankenhĂ€usern bedient. Viele dieser VerkĂ€ufe habe ich als kritische Stimme und Referentin miterlebt. Einige Dinge haben sich dabei wiederholt:
Entscheidungen wurden nur in den Hinterzimmern der Macht gefĂ€llt, in abgeschlossenen Sitzungszimmern, in denen unsere sogenannten Volksvertreter sitzen. Und wir BĂŒrger erfahren nicht, was alles bei einem solchen Verkauf abgemacht wurde! Wir werden ĂŒber den Tisch der Privatisierung im Gesundheitswesen gezogen und können nur zuschauen, wie Konzerne wie z.B. Rhön mit unserem von uns Steuerzahlern finanzierten Allgemeingut durch die HintertĂŒr verschwinden!
Seit Jahren mache ich ebenso klar, weshalb ich dieses Stillhalteabkommen sowie das Unter-den-Teppich-Kehren der Fakten in den RathĂ€usern und Kreistagen seit Jahren kritisiere: Wir dĂŒrfen nicht lĂ€nger zuschauen, wie der Verkauf von Allgemeingut (KrankenhĂ€user werden mit Steuermitteln gebaut und saniert) von unseren Volksvertretern vollzogen wird! Es muss endlich geprĂŒft werden, inwieweit es sich hier möglicherweise um einen Betrug handelt und ob der Umgang mit Informationen vor und nach dem Verkauf nicht eine arglistige TĂ€uschung von uns BĂŒrgern und Steuerzahlern darstellt.
Weiter sollte dringend einmal die Spendenfreudigkeit von Klinikkonzernen an Parteien geprĂŒft werden. Ein Jahr vor der nĂ€chsten Bundestagswahl mit Sicherheit eine spannende Recherche! RH

 
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Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!

Na ja, ob es sinnvoll ist ein schweres Thema bei 32 Grad anzugehen, ist fraglich. Ich probier es trotzdem. Bei einer Umfrage was die Bevölkerung fĂŒr wichtig findet und was dringend von der Regierung angegangen werden muss, stand das Gesundheitswesen an letzter Stelle, mit gerade mal 5 %!!! Erst dachte ich, es kann nicht sein. Denn wer wie ich tĂ€glich mit einer Mailflut von Betroffenen zu kĂ€mpfen hat, fragt sich dann tatsĂ€chlich ob ich mich schlicht weg seit Jahren mit dem falschen Thema beschĂ€ftige?? Meine Suche nach den GrĂŒnden, hat mich auf eine Spur gebracht. Klar es sind nur diejenigen, denen dieses System auf die FĂŒĂŸe fĂ€llt…eben die betroffen sind von und durch die Systemfehler, die sich melden und damit beschĂ€ftigen. Die anderen hören laufend wir hĂ€tten das beste Gesundheitswesen der Welt! So tönt es durch die Medien, aus den Kehlen derer, die auf keinen Fall den Blick auf die dunkle Seite des Systems zulassen wollen. Also wenn 95 % der Bevölkerung die BeschĂ€ftigung mit dem Gesundheitswesen als nicht vorrangig betrachten, muss ich mir doch keine Gedanken machen oder? Alles gut, heißt der neueste Spruch ….und so denken 95 %, also muss ich mich auch nicht drum kĂŒmmern. Und wenn es mich trifft, ja dann kann ich mich immer noch schlau machen. Welche Erfahrungen ich als Autorin gemacht habe, mit meinem Wunsch durch Veröffentlichungen von HintergrĂŒnden und ZusammenhĂ€ngen, ĂŒber Fakten und Beweise was verheimlicht wird, eben offen zu legen um erst gar nicht in dem System verheizt zu werden, ja auch um sich wehren zu können, erzĂ€hl ich Euch die nĂ€chsten Tage.. dies wird Euch wie mich erstaunen. Es ist derartig heiß, dass es mir heute definitiv zu heiß dazu ist! RH
Hier das Meinungsbild;
FĂŒr das letzte Jahr der Legislaturperiode wĂŒnschen sich die BĂŒrger von der Bundesregierung PrioritĂ€t bei diesen Themenfeldern: Innere Sicherheit und TerrorbekĂ€mpfung (25 Prozent), Rente und BekĂ€mpfung der Altersarmut (24 Prozent) sowie Bildung und Schule (20 Prozent). Als weniger dringlich werden die Integration von FlĂŒchtlingen (12 Prozent), der Bereich Arbeit und Wirtschaft (10 Prozent) und das Gesundheitswesen (5 Prozent) angesehen.
Quelle:ARD Morgenmagazin Freitag 26. 08.2016 Deutschlandtrend

 
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Sparen ist unerwĂŒnscht

Wen wundert aufgrund jahrelanger Diskussionen in Sachen Preisgestaltung der Pharmaindustrie folgender Fall, der an das von Rumpelstilzchen erinnert, in dem Stroh zu Gold gesponnen wurde. Die Fakten stammen von einem Nervenarzt, der sehr aktiv in unserer BĂŒrgerbewegung mitmacht. Um was geht es? FumarsĂ€ure wird in Pulverform in der Lebensmittelindustrie verwendet. In den vergangenen Jahren merkte man, dass diese SĂ€ure, genauso wie ihr Derivat Dimethylfumarat, das schon lĂ€nger auf dem Markt ist, auch bei Schuppenflechte helfen könnte. Und dass dieser Wirkstoff sogar als Arznei fĂŒr Patienten einsetzbar wĂ€re, die unter Multipler Sklerose leiden. In Bochum lief eine große Studie dazu. Der Nervenarzt hatte zusammen mit einer Apothekerin ĂŒberlegt, wie diese FumarsĂ€ure fĂŒr seine Patienten zu Tabletten gepresst werden können. Da das Pulver einfach zu erhalten ist, lagen die Kosten fĂŒr die Tabletten am Tag bei etwa drei Euro. Weil er ein sehr grĂŒndlicher Arzt ist, schrieb er vor zwei Jahren verschiedene Krankenkassen an und beantragte fĂŒr ein halbes Dutzend seiner MS-Patienten die KostenĂŒbernahme fĂŒr FumarsĂ€ure zu ca. 3,80 Euro pro Tag. Er bekam durchweg die Antwort, dass die Kasse das nicht ĂŒbernehme! Wie im Brief des «Kundenservice» der Audi BKK einsilbig zu lesen steht: «Der begutachtende Sozialmediziner ist zur Empfehlung gekommen, dass [
] die Voraussetzungen fĂŒr die KostenĂŒbernahme einer Rezeptur mit dem Wirkstoff Dimethylfumarat im vorliegenden Fall nicht erfĂŒllt sind. Ich bekam einen verĂ€rgerten Anruf von diesem Arzt aus der Oberpfalz. Ein neues Medikament war mittlerweile fĂŒr MS-Patienten auf den deutschen Markt gekommen. Name: «Tecfidera», Tagestherapiekosten: um die 77,54 Euro! Der Wirkstoff: FumarsĂ€ure. Der Hersteller hat noch ein weiteres FumarsĂ€ure – Produkt im Angebot. Wenn man denselben Wirkstoff fĂŒr die Behandlung von Schuppenflechte kauft, dann liegen fĂŒr das Mittel «Fumaderm» die Tagestherapiekosten nur noch bei 12,48 Euro. Und wenn es die Apotheke selber herstellt, dann kostet die Therapie am Tag knapp ĂŒber drei Euro. Es stinkt zum Himmel! ZurĂŒck zu der ewigen Kassen-Litanei „Es wird alles teurer“ die von den sogenannten Gesundheitsexperten in der Politik, brav und ungeprĂŒft nachgeplappert werden. Hier mĂŒssen wir uns fragen: Warum werden diese teuren Medikamente dann ĂŒberhaupt zugelassen? Zum Beispiel vom Gemeinsamen Bundesausschuss, der die Richtlinien fĂŒr den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung fĂŒr mehr als 70 Millionen Versicherte bestimmt und damit festlegt, welche Leistungen von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet werden!! RH

 
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Die andere Seite der Spar-Medaille

Es ist ein Skandal allererster GĂŒte – die Mehrwertsteuer auf Arzneimittel. Medikamente sind in vielen europĂ€ischen LĂ€ndern völlig von der Mehrwertsteuer freigestellt. Der deutsche Fiskus hĂ€lt krĂ€ftig die Hand auf. Stolze 19 Prozent kassiert er fĂŒr jedes Medikament. Uns wird die Notwendigkeit der RabattvertrĂ€ge mit unbedingt notwendigem Sparen erklĂ€rt. Nur weshalb kosten dieselben Medikamente im EU-Raum unterschiedlich viel? Seit 2010 beobachte ich intensiv die politischen Diskussionen darĂŒber, einheitliche Preise in ganz Europa durchzusetzen. Und wie weit sind wir? Selbst in den eigenen Parteien streiten sich Bundestags- und Europaabgeordnete.
Auch heute noch gehört Deutschland zu den LÀndern mit den höchsten Arzneimittelpreisen. Der Europaabgeordnete Dr. med. Peter Liese (CDU) aus NRW kritisiert seit Jahren, dass viele Medikamente bis zu 70 Prozent teurer seien als in unseren Nachbarstaaten.
Der Tagesspiegel berichtete bereits am 23.5.2010 (!!) zum Thema Medikamentenpreise unter der Überschrift «Billige Pillen, bittere Pillen» im Artikel von Rainer Woratschka ĂŒber den damals
stattfindenden Streit ĂŒber diese Preispolitik. Ich habe den Artikel genau deshalb aufgehoben, da ich ahnte, die Lobbyisten der Pharmakonzerne wĂŒrden siegen! Und das ganz im Sinne der Politik. Hier ein Auszug: «Bisher habe sich vor allem Deutschland gegen Preisvereinbarungen und Harmonisierung gestrĂ€ubt – aus RĂŒcksicht auf seine Pharmaindustrie. Nun aber habe sich auch die Berliner Koalition auf ein Ende der freien Preisfestsetzung bei neuen Medikamenten verstĂ€ndigt. “Es gibt keinen Grund mehr, das nun nicht europaweit zu machen”, sagte Liese. Es sei abstrus, dass sich große deutsche Unternehmen auf den Re-Import billigerer Arznei aus dem Ausland spezialisierthĂ€tten und davon leben könnten. [
] Dabei geht es nicht um Aspirin, sondern um ganz andere GrĂ¶ĂŸenordnungen. Betaferon etwa, ein gĂ€ngiges Mittel gegen Multiple Sklerose, kostet hierzulande in der 250-Mikrogramm-Dosis pro Milliliter 1429 Euro, in Italien nur 817 Euro. 100 Milligramm des Rheuma-Mittels Remicade sind in Portugal fĂŒr 1460 Euro zu haben, deutsche Apotheker wollen dafĂŒr 2080 Euro. Das Krebsmittel Glivec kostet in der griechischen 400-Milligramm-Packung 6914 Euro, in der deutschen 7806 Euro. Und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange: Im Sparpaket der Hellenen im Zuge der EU-Krise findet sich erneut eine 25-prozentige Preissenkung fĂŒr Arzneimittel. Bei einer Harmonisierung könnten
die deutschen Arzneipreise um 20 bis 40 Prozent sinken. Bei 9,8 Milliarden Euro, die in der gesetzlichen Krankenversicherung jĂ€hrlich fĂŒr innovative Arznei ausgegeben wĂŒrden, sei das “eine Menge Holz”. Eine Harmonisierung brĂ€chte zudem “enorme Effizienzgewinne”, sagte Liese. Anstatt sich zu ĂŒberlegen, was zu Ă€ndern sei, lieferten selbst die Parteifreunde in Berlin Gegenargumente. «Gesundheitspolitik
sei aus gutem Grund originĂ€re Aufgabe der Nationalstaaten” Ă€ußerte sich Jens Spahn, CDU-Gesundheitspolitiker im Bundestag. “Da hat BrĂŒssel nichts zu suchen.” Und deshalb
ist bis heute nichts Gravierendes passiert? Vielleicht doch. Spahn wurde inzwischen StaatssekretĂ€r im Finanzministerium. Da gibt es noch einen weiteren Blick. Um so teurer die Medikamente der Pharmaindustrie, um so mehr fließen Steuern an den Fiskus. Allein Mehrwertsteuer
19 %!! Um so höher ist auch die Belastung fĂŒr die Erkrankten, durch die Zuzahlungen. Ergo hier meine jahrelange Erfahrung: Betrachte in jeder schrĂ€gen Sache den Geldfluss und du kommst an die Quelle des Übels! RH

 
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Selbstbedienungsladen Bundestag

Hallo miteinander, erst dachte ich bei dem Artikel in Bild online (siehe Link unten) an das FĂŒllen vom Sommerloch ….nur dann wurde mir schnell klar: Wir sind nicht nur die Leidtragenden von politischen Rahmenbedingungen und die damit verbundenen Systemfehlern, sondern wir finanzieren auch die goldenen FĂŒller, mit denen unsere Volksvertreter und Volksvertreterinnen, diese unterzeichnen! Deshalb zur Info mein Statement dazu:
Selbstbedienungsladen Bundestag!
Wer mich kennt weiss, ein Bildzeitungsfreund bin ich nicht. Im Fall von Dranbleiben sind sie im Fall der Raffkes im Bundestag echt gut! Seit 2009 (!!) hat sich die Redaktion von BILD auf die hohen UmsĂ€tze von Luxus FĂŒllern unserer Bundestagsabgeordneten festgebissen . Inclusive gerichtlicher KlĂ€rung. Auffallend: Auch Abgeordnete, bei denen klar war, dass sie aus dem Parlament ausscheiden werden, haben noch eine ganze Reihe goldener FĂŒller geordert. OK, entweder haben wir Steuerzahler damit ErinnerungsstĂŒcke oder schöne Geschenke fĂŒr Familie und Freunde finanziert!
Immerhin bestĂ€tigte eine Bundestagssprecherin: “Über ein Sachleistungskonto kann jeder Abgeordnete jĂ€hrlich maximal 12.000 Euro fĂŒr BĂŒro- und EDV-Kosten abrechnen.” Dies sei eine UnterstĂŒtzung zum Unterhalt der BĂŒros im Bundestag und im Wahlkreis. Werde das Geld nicht ausgeschöpft, gehe es an den Bundestag zurĂŒck. Aha, dann lieber einige Montblanc FĂŒller in Reserve, als im Folgejahr geringere Sachleistungen. GroßzĂŒgig betrachtet: Es menschelt eben auch im Bundestag. Mitnehmen was geht.
Knallhart betrachtet sehe ich darin mehr: Vorteilsnahme, Vertrauensbruch, Arroganz der Macht, SchnĂ€ppchenjĂ€ger….bis hin zum Diebstahl und Betrug. Denn niemand benötigt als UnterstĂŒtzung zum Unterhalt seines BĂŒros mehrere goldene FĂŒller.
Und deshalb fĂŒhle ich mich als Steuerzahler bestohlen und betrogen. EnttĂ€uscht ist man, wenn man vorher getĂ€uscht wurde! Und am meisten enttĂ€uscht hat mich BundestagsprĂ€sident Lammert, immerhin hat er das zweithöchste Staatsamt inne und ist auch gleichzeitig der PrĂ€sident der Bundesversammlung. Mehr als hundert Bundestagsabgeordnete haben sich mit Steuergeldern edles SchreibgerĂ€t gegönnt. Einem Bericht zufolge orderten die Parlamentarier allein 2009 FĂŒller und Stifte der Luxusmarke – im Gesamtwert von knapp 70.000 Euro. Seitdem gab es einen jahrelangen Rechtsstreit zwischen BILD und Bundestag. BundestagsprĂ€sident Lammert (CDU) weigerte sich, die Namen der Verschwender herauszugeben. Fatal finde ich seine BegrĂŒndung: Es lĂ€ge kein Missbrauchsverdacht vor. Und ein weiteres mal kann ich mit einem alten Sprichwort antworten: Eine KrĂ€he hackt der anderen kein Auge aus! Das stimmt in dem Fall nur bedingt. Denn seit gestern ist das Zögern von Lammert nachvollziehbar. Er selbst steht auf der Liste derjenigen, die sich mit teuren FĂŒllern der Marke Montblanc eingedeckt haben. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) zeigte sich bereits 2009 berechtigt empört. “Der Zusatztopf fĂŒr BĂŒromaterial muss abgeschafft werden, sonst werden sich weitere Abgeordnete auf Kosten der Steuerzahler schöne Weihnachtsgeschenke bestellen können”, sagte ein Experte fĂŒr Haushalts-und Finanzpolitik beim BdSt “Welt online.” Die Parlamentarier erhalten ĂŒbrigens jĂ€hrliche Kostenpauschalen in Höhe von ca. 4000 Euro, um zum Beispiel Telefonkosten, Bleistifte, Kulis und Klebstoff zu bezahlen.
Sarkastisch betrachtet sage ich dazu: Der Klau von unseren Steuergeldern fĂŒhrt in dem Fall dazu: Die Systemfehler unserer Politik, werden immerhin mit goldenen FĂŒllern unterzeichnet!
Na denn, allen wĂŒnsche ich einen schönen August!
Renate Hartwig

http://www.bild.de/politik/inland/prof-dr-norbert-lammert/warum-schuetzen-sie-die-monblanc-raffkes-47218674.bild.html”>

 
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